//
 
Home Branchen *neu - Videoclips Vereine KulturDOku Bilder-Galerie Links Polizei News FAQ / Hilfe Aktuelle News Suche

Partner Seite
Douglas - macht das Leben schöner >


Statistik

Besucher gesamt:

21006838
Gerade Online:
401


Ihre IP:
3.231.167.166
 
1&1 DSL Komplett-Pakete

1&1 DSL Komplett-Pakete ohne Mindestvertragslaufzeit

 

„Mein Dortmund. Eingetütet, ausgepackt und ausgestellt“: Große Mitmach-Ausstellung öffnet im MKK

- Schlagloch B1: Barbara Meese reic .

„Mein Dortmund. Eingetütet, ausgepackt und ausgestellt.“

14. März bis Frühjahr 2021
Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastr. 3, 44137 Dortmund

Eintritt frei

Über 150 Dortmunderinnen und Dortmunder haben ihr Stück Dortmund in eine Tüte gepackt und ins Museum für Kunst und Kulturgeschichte getragen: Sie beteiligen sich an der Mitmach-Ausstellung „Mein Dortmund“. Dafür hatte das MKK eigens produzierte, mehrsprachig bedruckte Tüten im ganzen Stadtgebiet verteilt. Gefüllt werden sollten sie mit Objekten und Geschichten, die den persönlichen Bezug zu Dortmund dokumentieren.

Nun eröffnet die Ausstellung „Mein Dortmund. Eingetütet, ausgepackt und ausgestellt“: Das MKK stellt nahezu alle eingereichten Objekte aus – vom Kleidungsstück bis zum Liebeslied, vom Weltmeisterrad bis zum Eisbecher. Verteilt auf allen vier Etagen ergänzen, kommentieren oder kontrastieren die Exponate die Dauerausstellung – dazwischen, daneben und mittendrin.

Leihgeberinnen und Leihgeber zwischen 8 und über 80 Jahren

Jung und Alt, heutige und ehemalige Dortmunderinnen und Dortmunder, Zurückgekehrte und Reisende offenbaren ihren Blick auf Dortmund. An über 140 Stationen sind ihre persönlichen Gegenstände, Bilder, Texte und Geschichten zu sehen. Der jüngste Stifter ist 8 Jahre alt, die ältesten Leihgeberinnen und Leihgeber über 80.

Das MKK nutzt die Gelegenheit, um Schätze aus den eigenen reichen Beständen zu zeigen. Die Patenschaft für „Mein Dortmund“ hat der bekannte Journalist und Dortmund-Kenner Hans Leyendecker übernommen.

Vom B1-Schlagloch bis zum Protestplakat

Die eingetroffenen Objekte berühren Themen wie Mobilität, Strukturwandel, Arbeit, Freizeit, Kunst und Kultur, den BVB und andere Liebe(n), Sport, aktuelle und vergangene Kindheiten, Jugend, Stadtbild und Baupolitik. Eine Leihgeberin reichte ein Teil eines Schlaglochs auf der B1 ein. Die Bürgerinitiative, die das ehemalige Museum am Ostwall vor dem Abriss rettete, steuerte ein Bodenfragment aus dem Haus bei.

Die gesamte Bandbreite der Emotionen schlägt sich in den Einreichungen nieder: Glück und Leidenschaft, Unmut und Wut, Freude und Stolz, Kritik oder Trauer über das Verlorene und das Vergangene. Ein Künstlerpaar steuerte eine textile Liebeserklärung an die Nordstadt bei, ein achtjähriger Junge sein geliebtes BVB-Trikot, ein Musikdozent der TU Dortmund sein ganz besonderes Instrument: Seine Querflöte hat eckige statt runde Tasten. Mit einem Versicherungswert von 14.000 Dollar zählt sie zu den wertvollsten Ausstellungsstücken.

Zu den aktuellsten Stücken gehören Erinnerungen an die erste bundesweite Konferenz der „Fridays for future“-Bewegung im Sommer 2019 oder das Redemanuskript von Hans Walter Steinmeier zur Eröffnung des Deutschen Evangelischen Kirchentags 2019.

Ausstellung auf allen Etagen

Für das Thema „Arbeit und Ankommen in Dortmund“ steht ein Besteck aus dem Jahr 1954: Die Stadt Dortmund überreichte es damals Neubürgerinnen und Neubürgern als Willkommensgeschenk. Zum Thema „Inklusion“ fordert ein Rollstuhl dazu auf, Probefahrten zu unternehmen – der Kommentar eines Betroffenen zur wenig inklusiven Situation am Hauptbahnhof. Pieter Claesz‘ Stillleben mit Braten aus dem 17. Jahrhundert wird kommentiert mit einem Bolzenschussgerät für Hausschlachtungen.

Zum Thema „Zechensterben und Strukturwandel“ gingen u.a. Gedichte, Fotos, Archivalien, Arbeitsgeräte sowie die Ausstattung eines Vermessungsgehilfen ein, der Jahrzehnte lang unter Tage gearbeitet hat. Seine Jacke hängt nun von der Decke, ganz in der Nähe von Constantin Meuniers Büste eines Bergarbeiters.

In der Rotunde geht es sportlich-ruhmreich zu: Zu sehen ist u.a. das National-Trikot der Leichtathletin und ehemaligen Olympiasiegerin Annegret Richter. Renn- und Steherräder erinnert an die Bedeutung Dortmunds als Radsportstadt und ehemaligen Standort des beliebten Sechs-Tage-Rennens in der Westfalenhalle.

Lieblingsorte wie der Botanische Garten Rombergpark kommen in der Ausstellung ebenso vor wie der Westfalenpark und das U, ebenso aber weniger prominente Orte wie eine Konditorei. Viele Einreichungen drehen sich natürlich um den BVB und um Fußball – auch das DFB-Museum beteiligt sich an der Aktion.

Schließlich wird auch das Gebäude des MKK an der Hansastraße selbst zum Thema: Die ehemalige Sparkasse war „ein Heiratsmarkt, das wusste jeder!“, heißt es in einer Erinnerung einer ehemaligen Angestellten, die ihren Ehemann im Gebäude kennenlernte. Sie steuerte ein Kleid aus den 1950er-Jahren bei.

„Die Idee hinter dem Projekt ist absolut aufgegangen“, freut sich MKK-Direktor Dr. Jens Stöcker: „Wir können unsere Darstellung der Stadtgeschichte um zahlreiche Positionen und Blicke aus ganz unterschiedlichen Perspektiven auf Dortmund erweitern. Die Ausstellung ist ein Update für unser Museum und zeigt, wohin sich das Haus entwickeln kann.“

Die für den 13. März, 18 Uhr geplante feierliche Eröffnung muss leider ausfallen. Die Ausstellung wird ab Samstag, 14. März zu sehen sein.

Nachricht vom 11.3.20 16:47

Werbung 

Startseite wählen Favoriten hinzufügen Kontakt Banner Seite empfehlen Impressum AGBs Datenschutzerklärung Red.

Letzte Aktualisierung: Samstag, 26. September 2020 BP

Stadtportalsoftwarelösung