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Stadtgespräche im Museum: Im Jubiläumsjahr geht es um Heldinnen, Helden und Mythen – MKK und TU Dortmund kooperieren

Foto von der Vorstellung des Progra .

Die „Stadtgespräche im Museum“ feiern Jubiläum: Im zehnten Jahr ihres Bestehens kreist die gemeinsame Ringveranstaltung von MKK und TU Dortmund an zehn Abenden um Heldinnen, Helden und Mythen.

Auf Heldinnen und Helden treffen wir überall und zu allen Zeiten – in mythischen Erzählungen, geschichtlichen Darstellungen und in Hollywood-Filmen, zuweilen auch im Alltag, wenn Zeitgenossen Besonderes geleistet haben. Während das Heldentum nach dem Zweiten Weltkrieg häufig kritisch gesehen wurde, feiert der ungebrochene Held in jüngster Vergangenheit in Politik und Populärkultur eine überraschende Renaissance.

Bei den „Stadtgesprächen“ tragen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlicher Disziplinen in zehn Vorträgen ihre Perspektiven zum Thema bei und behandeln Helden in Mythen und Literatur, Geschichte und Alltag, Musik, Film und Sport. Die Vorträge mit anschließender Diskussion finden an Donnerstagen um 18 Uhr in der Rotunde des MKK (Hansastraße 3) statt und sind kostenfrei.

Los geht es am 16. Mai: Der Germanist Rolf Parr (Universität Duisburg-Essen) spricht unter dem Titel „Königin Luise, Bismarck, Lady Diana“ über die Funktionsweise moderner Mythen und ihrer Systeme.

„Fußballhelden“ sind Thema am 6. Juni, wenn Dr. Henry Wahlig vom Deutschen Fußballmuseum in Dortmund über die wohl populärste Heldengattung im Sport spricht und auch die Frage stellt, in welcher Gesellschaftsschicht Fußballhelden für welche Werte einstehen.

Den Religionsstifter Mose als Held im Alten Testament behandelt der Theologe Prof. Thomas Pola (TU Dortmund), der am 27. Juni vorträgt. Im Juli beschäftigt sich der Kunsthistoriker und Kurator Dr. Alexander Braun mit einem Comic-Helden und der Populärkultur der Nachkriegsjahre: „Prinz Eisenherz in der Neuen Welt“.

Wer war Robin Hood: Sozialrevolutionär, Gesetzloser oder romantisch-verwegener Kinoheld? Am 12. September spricht der Archäologe Philipp Sulzer (MKK) über den mittelalterlichen Helden, dem das Museum ab September eine Familien-Mitmachausstellung widmet.

Die Germanistin Prof. Ellen Risholm (TU Dortmund) schließt am 26. September an mit einem Vortrag über die Darstellung der Arbeit im deutschen Film der Gegenwart, bei dem, so ihre These, das Zusammenwirken zwischen Selbstlosigkeit und Widerstand heroisch herausgestellt und visuell reflektiert wird.

Um die Gründungsmythen und Helden der HipHop-Kultur geht es am 24. Oktober in dem Vortrag „Born in the Bronx?“ der Amerikanistin Dr. Sina Nitzsche (RUB / TU Dortmund), bei dem sie die popkulturelle Inszenierung hinter dem Phänomen hinterfragt.

Ein lokaler Held ist der Heilige Reinoldus, dem eine heldenhafte Rolle in der frühen Stadtgeschichte Dortmunds zugeschrieben wird. Kunsthistorikerin Prof. Barbara Welzel (TU Dortmund) spricht am 14. November über den Stadtpatron, seine Manifestationen in der Stadt und die wechselnde Rolle, die er seit dem frühen 14. Jahrhundert einnimmt.

„Eroica. Beethoven als Held“ ist der Titel eines Vortrags am 28. November. Prof. Holger Noltze (TU Dortmund) spricht über das Heldenhafte in der Person des Komponisten und in seiner Musik. Zum Abschluss der Reihe beschäftigt sich der Historiker Dr. Karl Lauschke am 12. Dezember mit den „Helden der Arbeit“ – Malocher, Proletarier, Lohnempfänger“.

Die Reihe „Stadtgespräche im Museum“ finden seit 2010 statt. Themen der Vorjahre waren u.a. „Universitätsstädte“, „Sammeln“, „Europa“ oder „Heimat“.

Nachricht vom 10.5.19 14:04

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Letzte Aktualisierung: Mittwoch, 21. August 2019 BP

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