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Deutschsprachige Straßenzeitungen trafen sich zur Konferenz in Hannover

Foto: bodo e.V./Sebastian Sellhorst


Wichtige Impulse in gegenwärtigen Krisen-
Am Wochenende trafen sich fast 50 Vertreterinnen und Vertreter von Straßenzeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zur jährlichen Konferenz der deutschsprachigen Straßenzeitungen. Von Köln bis Leipzig, von Kiel bis Graz waren JournalistInnen, SozialarbeiterInnen und VertriebsexpertInnen nach Hannover gekommen, um aktuelle Entwicklungen und anstehende Aufgaben zu diskutieren.

Insgesamt 19 Magazine tagten auf Einladung von „Asphalt“ in Hannover, allein sie repräsentieren eine Monatsauflage von 350.000 Heften ‑ verkauft von mehreren Tausend Menschen in sozialen Notlagen. Gemeinsam ist allen Straßenmagazinen die Verbindung von Journalismus und sozialer Arbeit. Der Verkauf der Magazine ‑ verbunden mit der sozialen Arbeit der gemeinnützigen Trägerorganisationen ‑ hilft jedes Jahr mehreren Tausend Verkaufenden bei der Verbesserung ihrer Lebenssituation.

„Das funktioniert, weil wir hohe Ansprüche an unsere journalistische Arbeit haben ‑ wir wollen Produkte machen, die gern gekauft und gern gelesen werden“, erklärt Volker Macke, einer der Sprecher der deutschsprachigen Straßenzeitungen und Chefredakteur von Asphalt. Um diese Produkte ging es bei der zweitägigen Konferenz in Hannover, genauso wie um Fragen aus sozialer Arbeit, Magazinvertrieb und Marketing.

Auch soziale Straßenmagazine haben mit einer Fülle von Herausforderungen umzugehen: mit wachsender Armut und steigende Wohnungsnot in Großstädten, aber auch der Zunahme der Zahl derer, die Unterstützung benötigen. Die ersten sozialen Straßenmagazine des Netzwerks feiern in diesem Jahr ihr 25-jähriges Bestehen, viele sind mehr 20 Jahre alt. „Wir sind erfahren darin, mit Herausforderungen umzugehen“, sagt Bastian Pütter, zweiter Sprecher der deutschsprachigen Straßenzeitungen und Redaktionsleiter des Bochum-Dortmunder Straßenmagazins „bodo“. So erinnere etwa die aktuelle Wohnungsnot an die Situation in der Gründungsphase vieler Magazine Mitte der 1990er Jahre. „Und wir glauben, dass soziale Straßenmagazine und ihre Organisationen auch in den gegenwärtigen Krisen wichtige Impulse und Antworten geben können“, zieht Pütter ein Fazit der Konferenz.
Nächster gemeinsamer Termin ist die internationale Konferenz des gemeinsamen Netzwerks INSP im August in Glasgow. Dem INSP gehören mehr als 100 Magazine in 34 Ländern an.


Nachricht vom 16.4.18 18:01

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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 22. April 2018 BP

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