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Weniger Kaufverträge, mehr Umsatz: Lage auf dem Dortmunder Grundstücksmarkt 2017


Die Geschäftsstelle des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Dortmund hat für das Jahr 2017 über 4 500 Kaufverträge registriert und analysiert. Die Zahl der abgeschlossenen Kaufverträge ist um mehr als zehn Prozent gegenüber denen des Vorjahres zurückgegangen. Das Umsatzvolumen liegt mit 1,5 Milliarden Euro über dem des Vorjahres (1,3 Milliarden Euro).

„Die Zahl der abgeschlossenen Verträge ist zwar um zehn Prozent zurückgegangen, der Umsatz ist aber erneut gestiegen auf rund 1,5 Milliarden Euro. Er liegt somit 17 Prozent höher als im Vorjahr.“ Mit diesen Worten beschreibt Ulf Meyer-Dietrich, stellvertretender Vorsitzender des Gutachterausschusses, die Entwicklung auf dem Grundstücksmarkt 2017. Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Stadt Dortmund zeigt mit seinem aktuell veröffentlichten Grundstücksmarktbericht 2018 die Entwicklung auf dem Grundstücksmarkt auf.

Gewerblich genutzte Grundstücke bestimmen den Trend

„Auffällig ist, dass ca. ein Drittel des gesamten Geldumsatzes, mehr als 500 Millionen Euro, auf ca. ein Prozent der Kaufverträge in der Regel für Geschäfts- und Büroimmobilien zurückzuführen sind. Die Investitionsbereitschaft ist auch Ausdruck der wirtschaftlichen Attraktivität der Stadt“, erläutert Christian Hecker, Geschäftsführer des Gutachterausschusses. Bei den bebauten Grundstücken (ohne Wohnungs- und Teileigentum) ist die Anzahl der abgeschlossenen Verträge leicht zurückgegangen. Die positive Entwicklung im Geldumsatz setzt sich, wie in den Jahren zuvor, weiter fort. Hier bestimmen die gewerblich genutzten Grundstücke den Trend.

Die Neubaupreise für Reihenend- und Doppelhaushälften liegen bei rund 3 100 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Wird die Entwicklung der Immobilienrichtwerte als Synonym für die Entwicklung der Bestandsimmobilien betrachtet, lässt sich eine durchweg positive Entwicklung feststellen, welche sich beim Geschosswohnungsbau in einer durchschnittlichen Erhöhung von rund zwölf Prozent abbildet. Diese wird auch durch den Preisindex für Geschosswohnungsbau belegt.

Weniger Verkäufe von Wohnungs- und Teileigentum

Im Teilmarkt Wohnungs- und Teileigentum ist die Anzahl der Verkäufe wie auch der Geldumsatz zum Teil deutlich, um mehr als 15 Prozent, zurückgegangen.

Für eine neu errichtete Eigentumswohnung sind letztjährig rund 2 800 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gezahlt worden. Die teuerste Eigentumswohnung (rund 120 Quadratmeter) lag in der südlichen Innenstadt mit rund. 6 200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine neu errichtete Doppelhaushälfte ist um ca. 15 Prozent auf rund 3 100 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche gestiegen. Aussagen über den Preis neu errichteter freistehender Einfamilienhäuser oder Reihenhäuser sind nur bedingt möglich, da die Anzahl der Verkäufe nicht repräsentativ ist.

Wird die Entwicklung der Immobilienrichtwerte als Synonym für die Entwicklung der Bestandsimmobilien betrachtet, lässt sich eine durchweg positive Entwicklung feststellen. Diese bildet sich beim Geschosswohnungsbau in einer durchschnittlichen Erhöhung von rund zwölf Prozent ab. Die Entwicklung bei Eigentumswohnungen sowie bei Ein- und Zweifamilienhäusern liegt im Mittel bei rund fünf Prozent.

Der Dortmunder Immobilienwertrechner steht seit der Immobilienmesse 2016 online und diente wegweisend für die Entwicklung eines landesweiten Immobilienkalkulators unter www.boris.nrw.de.

Bodenpreisindex leicht gestiegen

Bei den unbebauten, jedoch baulich nutzbaren Grundstücken sind sowohl die Anzahl der Kaufverträge als auch der Geldumsatz rückläufig. Dabei ist der Rückgang an Kaufverträgen insbesondere auf den Teilmarkt der Ein- und Zweifamilienhausgrundstücke zurückzuführen. Der Bodenpreisindex, als Kennzahl für eine durchschnittliche Entwicklung im gesamten Dortmunder Stadtgebiet, liegt für den individuellen Wohnungsbau bei rund + 4 Prozent und für den Geschosswohnungsbau bei rund + 2 Prozent.

Die meisten Verkäufe unbebauter Grundstücke fanden im Baugebiet Brechtener Heide und im Baugebiet an der Kurler Straße statt. Der Bodenrichtwert ist für die Brechtener Heide von 220 Euro pro Quadratmeter auf 260 Euro pro Quadratmeter und für das Baugebiet an der Kurler Straße von 220 Euro pro Quadratmeter auf 230 Euro pro Quadratmeter gestiegen. Der teuerste Quadratmeter für Ein- und Zweifamilienhäuser befindet sich unverändert am Phoenixsee-Nordufer an der Uferpromenade mit 520 Euro pro Quadratmeter.

Die Bodenrichtwerte für Gewerbe sind, mit Ausnahme kleinerer Anpassungen, insgesamt unverändert. Die Bodenrichtwerte für Ackerland und Forstwirtschaft sind, wie auch in den angrenzenden Kreisen und Städten, leicht gestiegen.

Die Gutachterausschüsse sind als Einrichtungen des Landes unabhängige, nicht an Weisungen gebundene Kollegialgremien. Die Geschäftsstelle ist beim städtischen Vermessungs- und Katasteramt eingerichtet.

Weitere Informationen über Gutachterausschüsse insbesondere über deren Zusammensetzung, Aufgaben und Produkte wie auch eine Kurzinformation über das Marktgeschehen 2017 in Dortmund ist unter www.gars.nrw.de/ga-dortmund abrufbar. Die Produkte der Gutachterausschüsse in NRW, insbesondere die Bodenrichtwerte, Grundstücksmarktberichte und Immobilienrichtwerte werden kostenlos zum Download bereitgestellt. Im Grundstücksmarktbericht werden auch Daten für die Immobilienwirtschaft veröffentlicht, wie Liegenschaftszinssätze, Wertfaktoren oder Umrechnungskoeffizienten.

Nachricht vom 12.3.18 17:33

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Letzte Aktualisierung: Donnerstag, 13. Dezember 2018 BP

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