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Baustellenbesuch: Umbau und Erweiterung der Stadtbahnanlage Hauptbahnhof – Baulos 20


Die Stadtbahnanlage Hauptbahnhof, die bereits 1984 in Betrieb genommen wurde, wird komplett umgebaut und erweitert, um den heutigen und künftigen Ansprüchen an eine moderne, leistungsfähige und attraktive Stadtbahnanlage gerecht zu werden.
Die Bahnsteige im schmalen Mittelbereich werden von bisher vier auf rund 9,50 Meter verbreitert. Auf beiden Seiten entstehen neue, mittig liegende Treppenzugänge und neue Aufzugsanlagen. Die südlichen Zugänge werden um eine zusätzliche Rolltreppe erweitert. Gleichzeitig wird der Bahnhof brandschutztechnisch auf den neuesten Stand gebracht. Bei der Ausgestaltung werden die Grundsätze der barrierefreien berücksichtigt. Die aus einem Wettbewerb hervorgegangene Gestaltungskonzeption sieht vor, die räumliche Form des Rohbaus mit seiner geschwungenen Struktur aufzunehmen. Ziel ist ein lichter und heller Bahnhof mit großer Transparenz, viel Metall, künstlerisch gestalteten Glasflächen und Böden aus hellem Naturstein.

Die bisherigen Arbeiten
Spatenstich
Der offizielle erste Spatenstich zu den bergmännischen Arbeiten für die Bahnsteigerweiterung erfolgte am 22. Oktober 2014 – auf den Tag genau 45 Jahre nach dem ersten Rammschlag in der Geschichte des Dortmunder Stadtbahnbaus.
Startschachterstellung
Von November 2014 bis Februar 2015 wurden im Bereich des ehemaligen Bahnsteigs 8 nach vorbereitenden Arbeiten zwei Startschächte für die unterirdischen Vortriebsarbeiten abgeteuft. Der große Portalkran über den Schächten ist von Norden aus weithin sichtbar.
Rohrschirmvortrieb
Von den Startschächten aus wurden von Nord nach Süd zwei "Rohrschirme" horizontal in den Boden eingepresst – jeweils fünf 46 Meter lange Rohre mit einem Durchmesser von 1,60 Metern. In ihrem Inneren lösten die Mineure (Bergleute) mithilfe hydraulischer Greifer Erde und Steine, die dann auf kleinen Förderbändern zu den Schächten transportiert wurden. Die leeren Rohre wurden zum Abschluss mit Beton aufgefüllt. Der Vortrieb der Rohrschirme erfolgte von Februar 2015 bis Ende Juni 2015. Gearbeitet wurde rund um die Uhr.


Bergmännischer Tunnel - Vortrieb
Mit Beendigung des Rohrvortriebs erreichten die Arbeiten zur Erweiterung der Stadtbahnanlage Dortmund dann die nächste Stufe. Nach dem traditionell mit einer Feier begangenen Tunnelanschlag am 6. Juli 2015 begannen die Mineure mit dem bergmännischen Vortrieb der Röhren. Die große Herausforderung dabei: Nur 2,50 Meter darüber fahren auf den DB-Gleisen täglich über 1.000 Züge. Alle Arbeiten wurden und werden deshalb auch mit einem vollautomatischen Überwachungssystem mit Alarmfunktion überwacht
Die Vortriebsarbeiten gingen gleichzeitig auf beiden Seiten des Stadtbahnbahnhofs vonstatten.

Aktuelle und zukünftige Arbeiten
Abbruch- und Betonierarbeiten
Seit dem die Arbeiten im März 2016 beendet wurden, werden die alten Wände mit senkrechten Schlitzen versehen, in die die Arbeiter Stützen einbauen. Anschließend werden die Wände sukzessive entfernt. Die Abbruch- und Betonierarbeiten laufen derzeit im vollen Gange und sollen Ende Juni 2017 abgeschlossen werden.
Rückbau
Dann wird die Baustelle im Bereich der DB-Gleise im Mai 2017 mit dem Portalkran frei geräumt, damit der Umbau der DB-Verkehrsstation dort mit vorlaufenden Arbeiten beginnen kann. Dafür werden auch die Gleisanlagen im Mai/Juni 2017 zurückgebaut. Es folgen dann aber noch weitere Rohbauarbeiten wie beispielsweise Betonsanierung oder Beiputzarbeiten.
Ausbau Verteilerhalle Süd
In der Verteilerhalle / Fußgängeranlage Königswall werden seit Anfang des Jahres die Betriebsräume umgebaut. Die Abbrucharbeiten sind abgeschlossen, es laufen derzeit noch Mauerer- und Fliesenarbeiten.

Vergabe Ausbauarbeiten
Derzeit befinden sich die Aufträge für die Metalldecken und Wandbekleidung in der Vergabe (Wertungsphase). Der Auftrag / die Vergabe soll noch vor dem 30. Juni 2017 erfolgen. Dann werden vor Ort im Rohbau die Aufmaße gemacht. Es folgt die Fertigung der Wand- und Deckenelemente. Auch die Metall- und Stahlbauarbeiten befinden sich derzeit in der Vergabe (Wertungsphase).

Wahrnehmbare Tätigkeiten vor Ort werden voraussichtlich erst wieder ab dem 3./4. Quartal stattfinden.

Nachricht vom 18.4.17 19:11

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Letzte Aktualisierung: Sonntag, 25. Juni 2017 BP

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